Wenn Dasty tanzt, verschwindet sie. Ihr Drang, das Sichtbare unsichtbar und das Unsichtbare sichtbar zu machen, kulminiert in jenen Darbietungen, in denen das Licht Gegenstand und Medium, Thema und flüchtiger Tanzkörper ist. "In einem der tollen Tänze, wo man kaum noch den Farben und Linien zu folgen vermag und man wieder mit der Sehnsucht dahinterherhetzt, um einmal nichts mehr von ihr zu sehen, nur dieses Steigen und Fallen der Schleier, da
verschwindet sie plötzlich, löscht aus. Nicht Zeichensetzung sondern permanente Zeichenlöschung, nicht Gestaltsetzung sondern Gestaltlöschung - die emphatische Markierung der Zeichen-Leere wird zum Inbegriff ihrer tänzerischen Poiesis. Und der Zuschauer hastet mit dem Auge hinterher, er kommt immer zu spät und sucht nach Bildern für das was er gesehen hat. Der Übergang zwischen Nicht-Mehr und Noch-Nicht ist immer schon vergangen. Das war damals bei Fuller - und heute bei Dasty wegweisend. Ihr Interesse ist das Interesse ihrer Zeitgenossen: - das Unsichtbare sichtbar zu
machen. Statt der Tänzerin sah der Besucher der Fuller-Premiere (so wie heute bei einer Dasty-Show) die Ornamente des Jugendstils, die in Bewegung geraten. Die linea serpentinata verwandeln sich aus der Zweidimensionalität der Fläche in die Stereometrie des Raumes und der Zeit. Das Decorum erscheint dreidimensional und wird fluid. Schlangenwelle, Kreis, Spirale und Trichterform verwandeln sich in rhythmische Schwingungen. Die auf Dauer gestellte Aneinanderreihung der Bewegungsfiguren ermöglicht die Erfahrung eines pulsierenden Zeitflusses. Der élan vital, sichtbar gemacht.
Der vitalistische Geist der wird zum retinalen Ereignis. Die Serpentine, und damit die Spirale, ist das vitalistische Symbol des Energetischen schlechthin. Die Spirale, im esoterisch-monistischen Lehrgebäude als "Urform des Lebens" verstanden, ist die Raumfigur makrokosmischer und mikrokosmischer Naturformen. Sie erscheint im Rang einer metaphysischen und biologischen Kategorie zugleich. Die Spirale bildet das Gesetz der Metamorphose ab. Die räumlich und szenisch gewordene Auflösung und Verdichtung und Neuauflösung der Form bestimmt die Bewegungsgestalt
des Tanzes. Das Gesetz dieser tänzerischen Metamorphose aber ist das Gesetz eines medialen Vorgangs in actio. Die Metamorphose unendlicher Bewegungszeichen erscheint als work in progress. Das Werk des Tanzes ist es, dass es sich, hic et nunc, von Moment zu Moment vollzieht. Der Inhalt des Tanzes ist der Prozess selbst - dazu steht Dasty Daikini. Die Elektrizität, das Licht, ist Medium ihrer Kunst. In ihrer den Körper transzendierenden Inszenierung kommt das Licht als Medium zweckfrei - der Stoff markiert dagegen bei Fuller damals, wie heute bei Dasty den Übergang vom Körper
in den Raum. Aus der Demarkationslinie zwischen Körperkontur und Um-Raum wird eine vager Einzugsbereich, der die Kontur löst in die Amorphie. So entfaltet schon die Draperie den transitorischen Akt des Tanzens selbst. Der Körper verbirgt sich erst und verschwindet dann - "Sie ist IN sich selbst. Sie formt das Licht", so überschreibt die Tänzerin programmatisch ihr Schaffen. Die Paradoxie ihrer Tanzkunst - hervorgegangen aus schmetterlingshaften Ambitionen .... ein Schmetterlich des "Serpentinentanzes" in der nächtlichen Szene Ibizas - sowie auf vielen Partys und vielen
festlichen Anlässen....
“Indem ein Mensch mit
den von der Natur
gegebenen Gaben sich
zu verwirklichen sucht,
tut er das Höchste und
einzige Sinnvolle,
was er tun kann!”
Hermann Hesse
Diese Seite/n habe ich erstellt zur Ehrung unserer Mutter Erde, Mama Patcha, Gaia und meinem mir gegebenen Ausdruckstanzes - in Freude zum Leben und zur Erweckung des Bewusstseins! Die Einführung soll dazu dienen, es uns/EUCH ALLEN zu ermöglichen, ebenfalls in diese Situationen hineinzufinden. Die Praxis von Frieden und Freude führt dazu, selbst zu entdecken, dass das Leben diese Möglichkeiten tatsächlich unbegrenzt vorbringt. Jede Situation hat das Potential, sich als wunderbar zu offenbaren; die Zeitparade der Visionen im
Raum des Geistes. Wir werden befähigt, mühelose spirituelle Praktizierende zu werden, im Zyklus der Gelegenheiten, die uns die natürliche Weit spontan anbietet.