Dasty Daikinis Tanz ist ein <energy-dance> - die Verkörperung einer Leidenschaft ... auch mit dem Kopf tanzen und manchmal mit den Beinen denken! Fuller, Loie (1862 - 1928) genannt "La Loie" amerikanische Schauspielerin, die durch Zufall den Effekt von Bewegung Licht und Seidenstoff entdeckte "Serpentinentanz" brachte sie zu großem Erfolg.
Sie versetzte das Publikum in begeisterte Raserei - ferner - angelehnt an Gret Paluccas modernen Ausdruckstanz....
Persönlichkeiten der Tanzgeschichte:
Geschichte des Tanzes - Loise Fuller & "Serpentinentan": 1862 wird sie als Marie Louise Fuller in Illinois geboren. Die Puritanerin erhält eine gründliche Ausbildung, allerdings weniger im Tanz als in Philosophie und Wissenschaft. Sie gilt als hochbegabt und besucht das spiritistische Chicago Progressive Lyceum. Der Lehrplan ist hier geprägt durch den Transzendentalismus Thoreaus und Emersons. Doch dann nimmt sie Gesangsstunden und tingelt mehrere Jahre durch die Varietés, music halls und Theater Amerikas. Sie
experimentiert schon früh mit freien Tanzsequenzen. In den Revues von New York macht sie sich einen Namen mit ungewöhnlichen Licht- und Bewegungsperformances. Das Vaudeville ist ihre Welt. Und die Temperenzbewegung, in der sie gegen die schädlichen Wirkungen des Alkohols kämpft. Loie Fuller, eine Patchwork-Existenz am Anfang der Moderne. Diese Amerikanerin avanciert zum Pop-Idol der Belle Epoque.
Der freie Tanz in all seinen Spielarten rückt schnell in den Rang des heimlichen Leitmediums der noch jungen Moderne. Im freien Tanz reflektiert sich eine durch Bewegung definierte Epoche, bevor das Kino erfunden ist. Der Tanz ist die Kunstform, in dem sui generis erscheint, was Baudelaire als die dreifache Signatur der ästhetischen Moderne beschreibt: Der Wandel, das Flüchtige, das Zufällige (le transitoire, le fugitif, le contingent). Ihr Serpentinentanz macht Furore. Sie hüllt sich in einen überdimensionierten
weißen Umhang - so verlängert sie den Bewegungsradius der Arme künstlich mit langen, sehr leichten Aluminiumstäben. Die Stäbe werden im Innern des Mega-Schleiers befestigt. So können die Arme die Stoffmassen bewegen. Das Publikum sieht weit mehr als eine choreographische Variante.
Es sieht eine Revolution. Ein Beleuchtungsprogramm tritt an die Stelle des gemalten Bühnenbildes. Ihr Tanzraum ist ein klaffendes schwarzes Loch. Sie schafft das Rampenlicht ab. Man sitzt in einem völlig abgedunkelten Raum. Sie sehen fließende, wirbelnde, wallende Stoffbahnen. Eine auf Dauer gestellte Szenographie aus Licht und Textil, das in Bewegung ist. Jeder Bewegungsgraph wird durch den folgenden ausgelöscht. Jede Zuckung, jeder Körperimpuls erscheint Sekunden später erst auf der Gewebeoberfläche und breitet sich als Faltenwurf aus, zeitverzögert durch die
meterlangen Kunstarme. Er ist als solcher ein
immer schon vergangener. Irrisierende Endlosschleifen. Der Schleier wird zum räumlichen Material. Die Farben des Spektrals wechseln mit gleißendem Weiß. Licht-Farb-Reflexe, zerstäubt in Funkenschwärme auf Metern flirrender Stoffbahn. Vertigo, getanzt. Der Tanzkörper löst sich auf ins Amorphe, wird schon von den ersten Textilwirbeln verschlungen.
Wenn Dasty tanzt, verschwindet sie. Ihr Drang, das Sichtbare unsichtbar und das Unsichtbare sichtbar zu machen, kulminiert in jenen Darbietungen, in denen das Licht Gegenstand und Medium, Thema und flüchtiger Tanzkörper ist. "In einem der tollen Tänze, wo man kaum noch den Farben und Linien zu folgen vermag und man wieder mit der Sehnsucht dahinterherhetzt, um einmal nichts mehr von ihr zu sehen, nur dieses Steigen und Fallen der Schleier, da verschwindet sie plötzlich, löscht aus. Nicht Zeichensetzung
sondern permanente Zeichenlöschung, nicht Gestaltsetzung sondern Gestaltlöschung - die emphatische Markierung der Zeichen-Leere wird zum Inbegriff ihrer tänzerischen Poiesis. Und der Zuschauer hastet mit
dem Auge hinterher, er kommt immer zu spät und sucht nach Bildern für das was er gesehen hat. Der Übergang zwischen Nicht-Mehr und Noch-Nicht ist immer schon vergangen. Das war damals bei Fuller - und heute bei Dasty wegweisend. Ihr Interesse ist das Interesse ihrer Zeitgenossen: - das Unsichtbare sichtbar zu machen. Statt der Tänzerin sah der Besucher der Fuller-Premiere (so wie heute bei einer Dasty-Show) die Ornamente des Jugendstils, die in Bewegung geraten. Die linea serpentinata verwandeln sich aus der Zweidimensionalität der Fläche in die Stereometrie des Raumes und der Zeit. Das Decorum erscheint dreidimensional und wird fluid. Schlangenwelle,
Kreis, Spirale und Trichterform verwandeln sich in rhythmische Schwingungen. Die auf Dauer gestellte Aneinanderreihung der Bewegungsfiguren ermöglicht die Erfahrung eines pulsierenden Zeitflusses. Der élan vital, sichtbar gemacht. Der vitalistische Geist der wird zum retinalen Ereignis. Die Serpentine, und damit die Spirale, ist das vitalistische Symbol des Energetischen schlechthin. Die Spirale, im esoterisch-monistischen Lehrgebäude als "Urform des Lebens" verstanden, ist die Raumfigur makrokosmischer und mikrokosmischer Naturformen. Sie erscheint im
Rang einer metaphysischen und biologischen Kategorie zugleich. Die Spirale bildet das Gesetz der Metamorphose ab. Die räumlich und szenisch gewordene Auflösung und Verdichtung und Neuauflösung der Form bestimmt die Bewegungsgestalt des Tanzes. Das Gesetz dieser tänzerischen Metamorphose aber ist das Gesetz eines medialen Vorgangs in actio. Die Metamorphose unendlicher Bewegungszeichen erscheint als work in progress. Das Werk des Tanzes ist es, dass es sich, hic et nunc, von Moment zu Moment vollzieht. Der Inhalt des Tanzes ist der Prozess selbst - dazu steht Dasty Daikini. Die Elektrizität,
das Licht, ist Medium
ihrer Kunst. In ihrer den Körper transzendierenden Inszenierung kommt das Licht als Medium zweckfrei - der Stoff markiert dagegen bei Fuller damals, wie heute bei Dasty den Übergang vom Körper in den Raum. Aus der Demarkationslinie zwischen Körperkontur und Um-Raum wird eine vager Einzugsbereich, der die Kontur löst in die Amorphie. So entfaltet schon die Draperie den transitorischen Akt des Tanzens selbst. Der Körper verbirgt sich erst und verschwindet dann - "Sie ist IN sich selbst. Sie formt das Licht", so überschreibt die Tänzerin programmatisch ihr Schaffen. Die Paradoxie ihrer Tanzkunst
- hervorgegangen aus schmetterlingshaften Ambitionen .... ein Schmetterlich des "Serpentinentanzes" in der nächtlichen Szene Ibizas - sowie auf vielen Partys und vielen festlichen Anlässen....
Dakini heißt auf tibetisch Khadro“, wörtlich Himmelswanderin, eine, die sich am Himmel bewegt. Die Dakini ist wahrscheinlich die wichtigste Manifestation des Weiblichen im tibetischen Buddhismus ... im allgemeinen repräsentiert die Dakini den in ständiger Veränderung begriffenen Fluss der Energie, mit welcher der yogisch Praktizierende arbeiten muss, um die Verwirklichung zu erlangen. Sie kann als menschliches Wesen erscheinen oder als- friedliche oder zornvolle-
Göttin, aber sie kann auch als das allgemeine Spiel der Energie in der Erscheinungswelt erfahren werden. Durch den Kontakt mit der Dakini werden intuitive Fähigkeiten freigelegt und Einsichten entwickelt... Die Dakini erzeugt ein Gefühl von unmittelbarer Beziehung und von kapriziöser Verspieltheit. Aus Erkenntnis: Allione, Tsültrim Tibets eise Frauen, Zeugnisse weiblichen Erwachens, Olvedi, Ulli (Übers. a. d. Engl.) Berlin: Theseus 2001 s. a. 20 Abb.a. Tafel: Tsültrim Allione verdeutlicht an Hand der Lebensgeschichten von sechs tibetisch- buddhistischen Frauen und an Hand
ihrer eigenen Geschichte die besonderen Qualitäten weiblicher Spiritualität. Ihr Buch ist eine Quelle der Inspiration für einen das Weiblich wertschätzenden Befreiungsweg. Dazu gibt es weltweit auch dance-groups und Tanz-Ensambles; siehe: dakini dance projekt. Und so gibt es auch Mandalas, die das essentielle Leben intensivieren sollen. Mandala's ist das Sanskritwort für Kreis. Nach Veenos Verständnis ist der Kreis mit seinem Zentrum ein perfekter Ort, um Energie sichtbar zu machen. "Mandalas führen uns zurück auf das, was ist, zur Essenz. Sie sind ein lebendiger Tanz um eine Mitte".
„Ein Mandala vibriert energetisch - wie im Tanz findet eine Vereinigung mit dem Universellem statt. Man/frau braucht Mandalas keinesfalls erst anzuschauen, um ihre Wirkung zu erfahren: Sie schwingen von sich aus. Ich zum Beispiel liebe es sehr, meine Mandalas als face-ART-royal im energy-dance meiner Performance selbst zu erfahren - selbst zu leben, zu erleben - nicht nur anzuschauen - und weiterzugeben, mit geschlossenen Augen ihre Energiewellen zu spüren. Sie schwingen mit dem Rhythmus des
Lebens und der Betrachter kann sich mit ihrer Hilfe tiefer in diesen Rhythmus einschwingen. Dakinis hier »»»»